ZUSTANDSDICHTE EINES FREIEN TEILCHENS
Für ein Elektron im eindimensionalen Kasten der Länge L findet man in der Quantenmechanik die Eigenfunktionen

mit den Eigenwerten
.
Meist betrachtet man jedoch bei solchen Problemen periodische Randbedingungen, d.h. es soll für die Wellenfunktion gelten
. Dann sind die Eigenfunktionen gegeben durch

mit den Eigenwerten
.
Diese Eigenwerte sind (bis auf n=0) zweifach entartet. Im Grenzfall einer großen Kastenlänge und vieler Teilchen kann man zur Beschreibung durch die Zustandsdichte übergehen. Die Zustandsdichten für periodische und nichtperiodische Randbedingungen sind gleich, so daß man von vornherein (jedenfalls im Hinblick auf die Zustandsdichte) mit periodischen Randbedingungen arbeiten kann, die rechnerisch bequemer sind.
Im Dreidimensionalen sind die Eigenfunktionen

Die erlaubten Werte des Wellenvektors lauten also

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![]()
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Um die Zustandsdichte zu berechnen, benutzt man, daß im
|

Natürlich ist diese Näherung nur dann sinnvoll, wenn eine genügend große Zahl von Zuständen im Kugelvolumen ist: Die Beschreibung der wenigen energetisch tiefliegenden Zustände durch eine kontinuierliche Zustandsdichte ist nicht ausreichend, wenn es wesentlich auf die Verteilung über diese Zustände ankommt.
Wenn man die Dispersionsrelation
kennt, kann man damit
auf
, d.h. die Zahl der Zustände mit Energien
, umrechnen:

Die Zustandsdichte
erhält man dann durch Differentiation, denn
gibt die Anzahl
der Zustände pro Energieintervall
an:

Zum Beispiel erhält man für ein freies Elektron in einem Kasten des Volumens
mit periodischen Randbedingungen:

Also folgt



Im Falle eines Elektrons gibt es pro
-Wert noch zwei verschiedene Spineinstellungen, so daß die Zustandsdichte für freie Elektronen (beider Spinrichtungen) im Dreidimensionalen tatsächlich das Doppelte beträgt:

Wichtig ist, daß die Zustandsdichte des freien Elektrons im Dreidimensionalen mit
steigt. Der Exponent der Zustandsdichte hängt sowohl von der Dimension ab (weil das Volumen der Kugel im k-Raum mit
geht), wie auch von der Dispersionsrelation. In der folgenden Tabelle ist der Verlauf der Zustandsdichte für verschiedene Dimensionen und Abhängigkeiten der Energie vom Wellenvektor angegeben.
| Dispersionsrelation | 1D | 2D | 3D |
|
| 1
|
|
| 1 | | |
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